Die wundersame Welt des Denims

Die wundersame Welt des Denims

Das Geschäft mit dem blauen Stoff boomt. Die Denim-Industrie verzeichnet Milliardenumsätze und durch innovative Material­entwicklungen erobert die Jeans nach und nach den sportlichen Freizeitbereich.

Die indigoblaue Allrounder-Jeanshose ist zum Klassiker des westlichen Kleiderschrankes geworden. Kein anderes Bekleidungsstück vermag es, eine vergleichbare gesellschaftliche Akzeptanz zu erfahren. „Die Jeans ist komplett gesellschaftsfähig geworden. Sie kann leger im Alltag, aber auch zu förmlichen Anlässen mit einem Jackett kombiniert getragen werden“, unterstreicht Peter Bohlender, Head of Design und für den Vertrieb in Deutschland von Blue Effect Jeans zuständig. Mit der Mitte des 19. Jahrhunderts für die Goldsucher an der westamerikanischen Küste entwickelte Arbeiterhose von Levi Strauss hat die heutige Denim-Mode nicht mehr viel gemeinsam. Dennoch haftet ihr bis heute ein Touch von Freiheit und Rebellentum an. „Denim ist ein Multi-Face-­Produkt und damit einzigartig. Es spiegelt die Gestalt und das Format seines Trägers wider und wird so zu einem Symbol der Individualität“, erklärt Panos Sofianos, der im April neu gestartete Exhibition Manager Bluezone & New Business von der Munich Fabric Start.

Neben dem Unternehmen Levi Strauss, das den Grundstein für die Jeansindustrie legte, sind es Marktführer und Mitbewerber wie Diesel, G-Star, Pepe Jeans, Replay und Tommy Hilfiger oder Vingino, die den Denim-Markt dirigieren. Mit einem Erlös von 50 Milliarden Dollar im Jahr ist die Denim-Industrie der Gigant der Modebranche. Styles werden in der Erwachsenen- wie auch in der Kindermode immer wieder neu interpretiert und individuelle Denim-Designs realisiert. Dabei fertigt die Branche insgesamt zwei Milliarden Hosen innerhalb eines Kalenderjahres. Ebenso deutlich zeichnet sich auch das Potenzial im Kinderbereich ab. So konnten sich die deutschen Unternehmen wie Blue Effect Jeans oder Lemmi als eigenständige Kindermarken im Denim-Bereich erfolgreich auf dem Markt etablieren. Das Jeanslabel Blue Effect Jeans etwa, welches im Jahr 2009 lanciert wurde, kommt bereits heute auf eine Stückzahl von einer halben Million Jeans pro Jahr und zählt Kaufhäuser wie Karstadt und Wöhrl zu seinen Kunden. Die ebenfalls auf Denim spezialisierte Kindermarke Lemmi wird bei rund 300 Kunden im Wholesale geführt.

Wie die Eltern, so die Kinder

Einen positiven Einfluss auf das Kindersegment haben insbesondere die früheren Generationen, die sogenannten Baby-Boomer. Die nachrückende Elterngenera­tion kleidet den eigenen Nachwuchs individueller und dem eigenen Stil angepasst ein. Dadurch, dass die Erwachsenenmode einen deutlichen Einfluss auf die der Kinder ausübt, werden immer mehr Trends in den Kinder- und Jugendbereich übertragen. „Denim ist aus der gesamten Modewelt nicht mehr wegzudenken, und da Themen aus der Erwachsenenmode nicht selten in die Kindermode übersetzt werden, ist Denim auch hier ein erfolgreiches Dauer­thema“, bestätigt Anna Knaup, zuständig für die Unternehmenskommunikation bei Ernsting’s family.

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Von Waschungen, Effekte, Bearbeitungen und anderen Dingen

In der wundersamen Welt des Denims gibt es zahlreiche Spezialbegriffe, egal ob es um Farben, Bearbeitungen oder Waschungen geht. Die wichtigsten Begriffe anschaulich erklärt finden Sie in dem großen Childhood-Business-Denim-Lexikon.